Das Training zur aufrechten Körperhaltung

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Bestimmte Teile des Bewegungsapparates sind für muskuläre Dysbalancen besonders anfällig. Das betrifft zum einen Muskeln, die eine Haltefunktion ausüben. Sie sind auf Ausdauer programmiert und ermüden nur langsam. Dafür können diese Muskeln nur begrenzt Kraft entfalten und neigen bei Fehlbelastung zur Verspannung. Gegenüber den anderen Muskeln weisen Muskeln mit Haltefunktion eine höhere Grundspannung (Muskeltonus) auf.

Daneben gibt es Muskeln, die eine Bewegungsfunktion haben. Sie können schnell viel Kraft entfalten, dafür ermüden sie auch schnell. Werden diese Muskeln nicht regelmäßig trainiert und ausreichend belastet, neigen sie zur Abschwächung.

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Zur Verspannung neigende Muskeln

  • Oberer Anteil vom Trapezmuskel = Schulter- und Nackenbereich
  • Breiter Rückenmuskel
  • Schulterblattheber
  • Rückenstreckmuskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule
  • Bizeps
  • Brustmuskulatur
  • Muskulatur der Oberschenkelrückseite
  • Wadenmuskulatur
  • Hüftbeuger
  • Muskeln der tiefen und inneren Hüftmuskulatur
  • Adduktoren
  • Gerader Oberschenkelmuskel
Muskeln, die zur Verkürzung neigen, sollten regelmäßig gedehnt werden. Entsprechende Übungen finden Sie hier.
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Zur Abschwächung neigende
Muskeln

  • Mittlerer und unterer Anteil vom Trapezmuskel
  • Rückenstreckmuskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule
  • Trizeps
  • Gerader Bauchmuskel
  • Schräge Bauchmuskeln
  • Gesäßmuskulatur
  • Rautenmuskeln
  • Muskeln der Oberschenkelvorderseite
  • Vorderer Schienbeinmuskel
Muskeln, die zur Abschwächung neigen, sollten regelmäßig und gezielt gekräftigt werden. Entsprechende Übungen finden Sie in den einzelnen Kategorien Rücken, Bauch, Brust, Rumpf.

Ein angepasstes Training beugt muskulären Dysbalancen vor, erhöht die Belastungsfähigkeit und lindert Beschwerden. Sie können zwischen Übungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Ziel ist es, den gesamten Körper einschließlich der stabilisierenden Muskulatur zu kräftigen.