Koordinationstraining

image

Warum ist das Training koordinativer Fähigkeiten wichtig?

Eine Rolle vorwärts oder rückwärts zu machen und auf einem Bein zu stehen oder zu hüpfen war vor 30 Jahren für die meisten Kinder kein Problem. Eine Generation später können viele Kinder diese Übungen nicht mehr ausführen. Auch das Rückwärtslaufen auf einer Linie stellt für einige Kinder ein Herausforderung dar. Woran liegt das?
Die Steuerung und Harmonisierung von Bewegungen müssen Kinder spielerisch üben und durch vielfältige Bewegungserfahrungen beim Klettern, Rutschen, Seilspringen, Ballspielen oder Hüpfen austesten und verbessern. All diese Bewegungserfahrungen machen Kinder aber nur, wenn sie draußen spielen und sich mit Freunden treffen. Genau hier liegt der Knackpunkt: Die Zeit, die Kinder in der freien Natur oder auf Spielplätzen verbringen, hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als halbiert.
Besonders gut können die 7 koordinativen Fähigkeiten ab dem sechsten Lebensjahr bis zum Beginn der Pubertät trainiert werden. In diesem Zeitraum verzeichnet das Training die größten Erfolge. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sie im späteren Leben vernachlässigen sollte oder ein Training keinen Erfolg mehr bringt – im Gegenteil. Da ein Koordinationstraining einfach auszuführen und an den individuellen Leistungsstand anzupassen ist, kann es in jedem Alter umgesetzt werden.
Eine gute Koordination wirkt sich im Alltag und beim Sport auf die Körperhaltung und alle Bewegungen aus. Sie kann Verspannungen vorbeugen, Bewegungen präzisieren und den Kraftaufwand ökonomisieren.

Was beinhaltet ein Koordinationstraining?

Ein Koordinationstraining optimiert das Zusammenspiel zwischen Muskulatur, Nervensystem und Gehirn. Es findet unter erschwerten Gleichgewichtsbedingungen statt und beinhaltet vielfältige Bewegungsformen, unter anderem laufen, springen, klettern, stützen und balancieren. Trotz dieser Bedingungen müssen Körperpositionen gehalten und Körperbewegungen korrekt ausgeführt werden.
Ein umfassendes Training der koordinativen Fähigkeiten beinhaltet auch Aspekte des sensomotorischen Trainings. Ungeachtet der verschiedenen Bezeichnungen und kleiner Unterschiede in den Trainingsinhalten ist der konzeptionelle Ansatz sehr ähnlich.

image

Geräte im Koordinationstraining

Koordinationstraining auf dem Gymnastikball

Die Auswahl an Kleingeräten für ein Koordinationstraining ist riesig. Bei vielen Geräten steht die Balance im Mittelpunkt. Sie trainieren auf einer instabilen Unterlage, z.B. einem Balance Board oder Balancekissen. Auch ein Gymnastikball eignet kann sehr gut für ein Koordinationstraining und kann zugleich für ein Training zur Stabilisierung des Rumpfes eingesetzt werden.
Alternativ zum Geätetraining können Sie auch mit Aerobic und den verschiedenen Aerobic-Varianten (Box Aerobic, Step Aerobic, Energy Dance) Ihre Gleichgewichts-, Kopplungs-, Reaktions- und Rhythmisierungsfähigkeit trainieren. Auch Übungen mit der Koordinationsleiter oder im Einbeinstand sind hervorragend geeignet, Ihre koordinativen Fähigkeiten zu optimieren.

image

Die Vorteile eines Koordinationstrainings

  • Bewegungen werden geschmeidiger und sind leichter auszuführen, die Freude an Bewegung steigt.
  • Bewegungen sind schneller und effektiver auszuführen, der Krafteinsatz ist geringer (ökonomischere Bewegungen).
  • Die Körperwahrnehmung und die Körperhaltung verbessern sich.
  • Die Koordination hat positiven Einfluss auf motorische Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit.
  • Unser Wohlbefinden und damit auch unsere Lebensqualität werden positiv beeinflusst.
  • Viele Übungen lassen sich problemlos in den Alltag oder ein anderes Training integrieren.
  • Koordination ist unabdingbar für die Sturzprophylaxe und die Gelenkstabilität.
  • Sie können Ihre Bewegungsfähigkeit auch im Alter erhalten.
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden