Inter- und intramuskuläre Koordination

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Intermuskuläre Koordination

Die intermuskuläre Koordination beschreibt das Zusammenwirken verschiedener Muskeln innerhalb eines Bewegungsablaufes. Dabei kommt dem Zusammenspiel von Agonist (Spieler) und Antagonist (Gegenspieler) besondere Bedeutung zu. Der Agonist übt eine aktive Kontraktion aus und ist somit maßgeblich an der Bewegung beteiligt. Der Antagonist führt gleichzeitig eine Gegenbewegung aus, die in Funktion eines Mitspielers die Bewegung abbremst oder steuert beziehungsweise dosiert oder stoppt. Die ebenfalls beteiligten Synergisten wiederum unterstützen unter anderem die Bewegung des Agonisten. Alle an der Bewegung beteiligten Muskeln müssen lernen, koordiniert und effektiv zusammenzuarbeiten. Ein konkretes Beispiel finden sie hier.

Mit speziellen Übungen kann die intermuskuläre Koordination gezielt trainiert werden. Auch ein Freihanteltraining, das Training mit Widerstandsbändern, ein Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht oder ein funktionelles Training fördern die intermuskuläre Koordination.

Intramuskuläre Koordination

Intramuskuläre Koordination

Die intramuskuläre Koordination beschreibt die Aktivierung möglichst vieler Muskelfasern innerhalb eines Muskels bei einer Bewegung. Je mehr Muskelfasern durch Nervenimpulse aktiviert werden, desto größer ist die Kraftentwicklung des Muskels.
Menschen, die keine körperliche Arbeit leisten und bisher auch keine kraftbasierten Sportarten ausgeführt haben, besitzen häufig eine verminderte Ausprägung der intramuskulären Koordination. Umgekehrt bedeutet das: Wer schwere körperliche Arbeit leistet oder regelmäßig ein Krafttraining absolviert, verfügt in der Regel über eine gut ausgebildete intramuskuläre Koordination. Trainingseinsteiger, die mindestens 2 Mal pro Woche Kraft trainieren, profitieren bereits nach 6 bis 8 Wochen von einer verbesserten intramuskulären und intermuskulären Koordination. Bewegungen werden korrekter ausgeführt, geschmeidiger und ökonomischer. Insbesondere das Maximalkrafttraining – Training mit einer hohen bis höchsten Intensität – fördert optimal die intramuskuläre Koordination. Aber auch klassische Kraftsportarten wie Gewichtheben, Kugelstoßen und Powerlifting (Kraftdreikampf) oder das populäre Functional Training setzen eine gute intramuskuläre Koordination voraus und trainieren diese gleichzeitig.